Anmelden

Mitteilungen aus Weiherfeld-Dammerstock

Aktuell Archiv Veröffentlichen Abonnieren

< zurück

12.02.2024

Bürgerverein: Pressemitteilung Februar 2024 - Bürgerverein fordert den Weiterbetrieb des Oberwaldbades

Für die breite Unterstützung der Gemeinderatsfraktionen zum weiteren Betrieb des Oberwaldbads in der Sitzung des Hauptausschusses der Stadt am 6. Februar, wie auch in den vorangegangen Gesprächen mit den Beteiligten und dem Bürgerverein sowie unterstützenden Briefen bedankt sich der Bürgerverein Weiherfeld-Dammerstock bei diesen. Dies auch im Namen der Besucher des Oberwaldbads, die sich zurückliegend öffentlich artikuliert und inzwischen auch eine Petition gestartet haben.
Der Sitzungsverlauf im Hauptausschuss hat gezeigt, dass seitens der Stadtverwaltung eine Umkehrung des Sachverhalts unterstellt wird. So hat Bürgermeister Martin Lenz ein wenig engagiertes Statement in der Funktion des Bäderdezernenten zu den vorliegenden Anträgen der SPD und der Grünen abgegeben.
Wie bekannt ist, hat aber nicht der Eigentümer des Oberwaldbads, Wohnstift Karlsruhe e.V., dem PSK gekündigt, um das Bad aufzugeben, sondern der das Bad betreibende Verein Post-Südstadt Karlsruhe (PSK) die Nutzung seiner Sportstätte aufgrund stark gestiegener Energiekosten, was jedoch vom PSK trotz der zahlreichen und überwiegend ausgebuchten Kurse nicht erwirtschaftet oder aus Mitgliedsbeiträgen finanziert werden kann.
Damit geht es aktuell primär um eine Finanzhilfe für den PSK, um den jahrzehntelang erfolgreichen Schwimmsportbetrieb in unserem Stadtteil fortsetzen zu können, und nicht um eine in den Raum gestellte Übernahme des Bades durch die Stadt, was auch nicht die Intention der antragstellenden Fraktionen ist. Demzufolge ist zuerst der Sportbürgermeister Martin Lenz, dann der Sozialbürgermeister Martin Lenz, denn es geht in bezahlbaren Angeboten einschließlich der Höhe des Vereinsmitgliedsbeitrags auch um die soziale Frage der Teilhabe, und erst als letztes der Bäderdezernent gefragt, wenn es darum geht, die Betriebskosten und den Erhaltungsaufwand für das Gebäude zwischen den beiden Vereinen Wohnstift Karlsruhe und PSK dauerhaft so neu zu ordnen, dass der Aufwand des Wohnstifts in einer angemessenen Relation zur Nutzung durch die Residenzbewohner steht und der PSK seine Angebotsvielfalt für die Bevölkerung weiterführen kann.
Das Oberwaldbad ist zunächst eine Sportstätte, gebaut für die Bewohner der Residenz Rüppurr und von Anfang an mit einer in die anliegenden Stadtteile wirkenden öffentlichen Funktion. Der Bürgerverein fordert daher in Abstimmung mit dem PSK, dass zuerst ein Gespräch mit diesem zu führen ist, um zu ermitteln, in welchem Umfang Sportfördermittel erforderlich sind, um den Wei-terbetrieb für dieses und das kommende Jahr zu ermöglichen.

Auch alle anderen Sportstätten einschließlich der Bäder sind von aktuellen Steigerungen der Energiekosten betroffen. Würde dies an die nutzenden Vereine von der Stadt weitergegeben, käme der Hallen-Sportbetrieb zum Erliegen. Es ist daher nicht akzeptabel, die Sportstätte Oberwaldbad anders zu behandeln. Möglicherweise ist der städtische Betrieb von Spaß- und Wellnessbädern - keineswegs eine kommunale Pflichtaufgabe, für die dennoch erhebliche Finanzmit-tel im städtischen Haushalt eingesetzt werden - so dominierend geworden, dass die Sportstätte Bad aus dem Blickfeld geraten ist.
Nicht zuletzt spricht eine stärkere finanzielle Förderung des Badbetriebs im Oberwaldbad, analog höherer Defizitausgleiche für die anderen Bäder und Sportstätten, keineswegs dem Bäderkonzept 2020 der Stadt, wie Oberbürgermeister Frank Mentrup in der Sitzung auch im Blick auf die Finanzlage der Stadt ausführte. Im Bäderkonzept ist das Oberwaldbad als „Ergänzungsbad im Stadtteil Rüppurr“ (das Bad liegt allerdings im Stadtteil Weiherfeld-Dammerstock) beschrieben.
„Das kleine Oberwaldbad erfüllt eine Nischenfunktion (Residenzbewohner / Senioren / Gesundheitssport z.B. Osteoporose, und Schulschwimmen), das durch die anderen Bäder nicht tangiert wird“ – demzufolge auch für die Stadt eine eigene Berechtigung hat.
Sich jetzt bei 40-50.000 Jahresbesuchern nur auf die 10% Schulsport in der Belegung als kom-munaler Pflichtaufgabe zurückzuziehen, lässt die ortsnahe Fürsorge für die übrigen 90%, vor allem die Kurse der Wassergewöhnung für die Jüngsten und zum Schwimmen erlernen, vermissen.
Dies betrifft die südlichen Stadtteile, wie auch den Gesundheitsanbieter Rheuma-Liga, der höhe-re Wassertemperaturen benötigt. Dies in einem kleinen Wasservolumen zu realisieren ist auch ein Teil von Energieeinsparung. Schwimmlern- und Gesundheitskurse erfordern zudem einen niederschwelligen Zugang im persönlichen Aufwand. Moderne Stadtentwicklungskonzepte haben eine umweltfreundliche Mobilität als Fußgänger oder Radfahrer zum Ziel, auch bekannt als 15-Minuten-Stadt mit dezentralen Versorgungseinheiten.
In einem erneuten Schreiben an die Fraktionen bittet der Bürgerverein diese, zu fordern, dass für eine Konzeptvorlage der Stadtverwaltung zur nächsten Sitzung des Hauptausschusses im März das Gespräch mit dem PSK geführt wird, mit dem Ziel, die ausgesprochene Kündigung zur Jahresmitte der Betriebsführung Oberwaldbad zurückzunehmen, indem erforderliche Finanzmittel als Energiekostenzuschuss zugesagt werden.
Der Bürgerverein wird weiterhin PSK und Wohnstift Karlsruhe darin unterstützen, um im Gespräch mit der Stadt Karlsruhe und dem Gemeinderat eine tragfähige Gestaltung zu finden, die die bewährte Zusammenarbeit von Wohnstift Karlsruhe als Eigentümer des Oberwaldbads und dem PSK als Betreiber fortsetzt.

09.02.2024
Joachim Hornuff (Erster Vorsitzender)

 

 


Kommentare


Kommentieren

Um Kommentare einzugeben, müssen Sie sich anmelden.

Email facebook twitter