Mitteilungen aus Weiherfeld-Dammerstock
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BNN-Artikel: An vielen Stellen Land unter - Dauerregen verursacht Hochwasser

AN EINEN REISSENDEN FLUSS erinnerte am Wochenende die Alb wie hier bei Rüppurr. Fotos: jodo
Von unseren Redaktionsmitgliedern Tina Kampf und Michael Schorpp
„Das gibt es doch nicht.“ Immer wieder fällt dieser Satz, immer wieder rufen an diesem Sonntagnachmittag bei der BNN-Redaktion aufgeregte Leser an, die nicht glauben können, was der Dauerregen in der Stadt anrichtete. „Land unter“ hieß es an vielen Orten. (Siehe auch Berichte auf den Seiten Südwestecho und Politik.)
Zu rund 180 Einsätzen rückten das Wochenende über die Berufsfeuerwehr und die freiwillige Feuerwehr aus. Auch gestern gab es vor allem im Bereich Rüppurr, Dammerstock und Weiherfeld wegen voll gelaufener Keller zum Teil noch erhebliche Probleme. Der Grundwasserspiegel sei zu hoch, und es laufe nichts mehr ab, auch nicht in die Kanalisation, teilte die Berufsfeuerwehr mit. Und da die Alb „randvoll“ sei, werde es dauern, bis der Grundwasserspiegel sinke, eine wesentliche Besserung werde wohl erst am Dienstag eintreten, so die Einschätzung.
Der Rhein war gestern fast 8,70 Meter tief und drückte so auch in die Alb, was die Probleme verschärfte.
Ein Mitglied des Kleingartenvereins Seewiesen in Rüppurr berichtete von Gartenhäusern, die bis zum Fenster hoch unter Wasser standen, und fürchtete massive Schäden etwa an dort abgestellten elektrischen Geräten wie Rasenmähern oder Heckenscheren.
Die Autobahn im Abschnitt zwischen Dreieck Karlsruhe und der Abfahrt Mitte wurde am Samstag unterspült, eine Schildbrücke musste abgebaut und die Autobahn kurzzeitig gesperrt werden. Nicht passierbar waren auch Radwege in der Günther-Klotz-Anlage, die sich fast schon in eine Art Flusslandschaft verwandelte. Unterführungen liefen voll, Spielgeräte standen komplett unter Wasser. Wie auch in Rüppurr versammelten sich Schaulustige, die die Szenerie mit Handy-Kameras festhielten. Einige fühlten sich beim Blick auf überflutete Wiesen an Reisfelder erinnert. Und andere, die dem Unwetter etwas Gutes abgewinnen konnten, fuhren gleich in Kajaks über die Grasflächen.
Im Dauereinsatz war auch die Wasserwehr des Tiefbauamts, die unter anderem den Stand der Flüsse kontrolliert, Wehre einstellt und am Rhein die Dammwache hält.

WIE EINE FLUSSLANDSCHAFT sahen Teile der Günther-Klotz-Anlage aus (rechts im Bild der Hügel).

UNTERSPÜLT wurde die Autobahn im Abschnitt zwischen dem Dreieck Karlsruhe und der Abschlussstelle Mitte.
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