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08.12.2023

BNN: Erste Rufe nach Rüppurrer Kombibad

BNN Karlsruhe, Freitag, 8. Dezember 2023, Seite 23


 

Es formiert sich ein Freundeskreis fürs Freibad und Widerstand gegen Ende des Oberwaldbads
Von BNN Mitarbeiter Ekart Kinkel

Karlsruhe. Beim Kampf um den Erhalt des Oberwaldbades hat sich nun auch der Bürgerverein Weiherfeld-Dammerstock zu Wort gemeldet. „Dieses Bad muss unbedingt erhalten bleiben“, sagt der Bürgervereinsvorsitzende Joachim Hornuff. Deshalb will sich der ehemalige Geschäftsführer des Fächerbads zeitnah mit Vertretern des Sportvereins PS Karlsruhe und vom Wohnstift Karlsruhe zusammensetzen und nach Lösungen suchen.

„Dieses Bad muss unbedingt erhalten bleiben."
Joachim Hornuff, Vorsitzender Bürgerverein

Auch mehrere BNN-Leser machten sich in den vergangenen Tagen für einen Erhalt des Hallenbads stark. Das Oberwaldbad sei rund um die Uhr mit Schulschwimmen und Gesundheitskursen belegt, schreibt die Teilnehmerin eines Reha-Kurses. Diese Angebote könnten bei einer Verlegung in andere Bäder unmöglich alle erhalten bleiben.

Der PSK will nur noch bis Ende Juli 2024 den Betrieb des Oberwaldes stemmen, dem Wohnstift fehlt nach eigenen Angaben das Geld für die dauerhafte Instandhaltung des Bades. Bei der Frage, wer die Sanierung des Bades bezahlen soll, redet Hornuff nicht lange um den heißen Brei herum. „Das muss die Stadt machen“, betont Hornuff. Das Oberwaldbad sei mit dem Freibad Rüppurr ein wichtiger Faktor für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Schwimmbetriebs im Süden des Stadtgebiets. Auf lange Sicht müsse das auch bei der Fortschreibung des Bäderkonzepts berücksichtigt werden. „Vielleicht sollte man einmal über den Bau eines Hallenbeckens beim Freibad Rüppurr nachdenken“, so Hornuff.

Das Rüppurrer Freibad hatte im vergangenen Sommer wegen personellen Engpässen bei den Bäderbetrieben nur eingeschränkt geöffnet. Bereits vor Saisonbeginn wurden deshalb Rufe nach der Gründung eines Freundeskreises zur Unterstützung der hauptamtlichen Beschäftigten laut. Nun ist man bei diesem Vorhaben offenbar einen Schritt weiter.

Ein potenzieller Vorsitzender eines möglichen Freundeskreises wurde bei einer Veranstaltung des Bürgervereins Weiherfeld-Dammerstock bereits gefunden, sagt Hornuff: „Und viele Leute aus den Stadtteilen wollen auch nach wie vor mitmachen.“ Anfang 2024 soll ein Freundeskreis offiziell aus der Taufe gehoben werden.

Klappt alles wie derzeit geplant, könnte das Freibad Rüppurr bereits im Sommer 2024 dank ehrenamtlicher Helfer wieder ohne Einschränkungen öffnen. Dann wäre der Freundeskreis für Organisation und Bereitstellung des Aufsichts- und Kassenpersonals zu bestimmten Zeiten, etwa werktags von 10 Uhr bis 14 Uhr, oder an bestimmten Wochentagen zuständig. Für die übrigen Betriebszeiten wären wie bislang die Bäderbetriebe zuständig.

Noch seien nicht alle Fragen geklärt, dämpft Hornuff allzu hohe Erwartungen. Allerdings habe man sich bei anderen Freundeskreisen und Fördervereinen nach möglichen Unterstützungsformen für ein Stadtteilbad informiert.

Das Freibad Wolfartsweier wird seit über 20 Jahren komplett vom Förderverein betrieben. Von der Stadt gibt es dafür einen jährlichen Zuschuss. Der beträgt 25.000 Euro, wird aber nur vollständig ausgezahlt, wenn der Verein mindestens dieselbe Summe durch Mitgliedsbeiträge und Spenden erwirtschaftet.

Außerdem gibt die Stadt Finanzspritzen bei außerplanmäßigen Investitionen, etwa in die Bad-Technik. Im kommenden Doppelhaushalt sind für das „Wölfle“ per Sperrvermerk jährlich 25.000 Euro eingestellt, die nur bei Bedarf abgerufen werden können. Organisiert wird der Badbetrieb im Familienbad „Wölfle“ komplett vom Förderverein.

Im Rheinhafen sind die verlängerten Öffnungszeiten des Freibads vor allem dank der Arbeit des Freundeskreises Sonnenbad möglich. Der Freundeskreis sammelt Spenden und steuert für die Öffnungszeiten von Februar bis Dezember einen Betriebskostenzuschuss in fünfstelliger Höhe bei. Außerdem akquiriert der Freundeskreis Gelder für die Modernisierung des Sonnenbads, die Saunalandschaft wurde ebenso vom Freundeskreis bezuschusst wie die Photovoltaik-Anlage und der Spielplatz. In den vergangenen 20 Jahren flossen rund 1,5 Millionen Euro Spendengelder in Erhalt und Betrieb des Sonnenbads.

Beim Freundeskreis Hallenbad Neureut ist das Satzungsziel der Erhalt des Adolf-Ehrmann-Bads und die Unterstützung der Stadt beim geplanten Neubau eines modernen Hallenbeckens. Spenden und der Erlös von Veranstaltungen wie dem jährlichen Sommerfest wurden in der Vergangenheit unter anderem in den Kauf von Sauna-Bänken investiert.

 

 


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